Die sensomotorische Sporteinlage.

Schuhhaus Seghorn Bockhorn

Interview mit Lars Seghorn

fisch-im-schuh: "Herr Seghorn, mehr Tradition und derart lange Geschäftszeiten, als sie Ihr Haus bietet, gehen eigentlich kaum oder?"

Lars Seghorn: "Das stimmt wohl. Unser Schuhhaus gibt es seit 166 Jahren. Insgesamt lässt sich unsere Familie als Schuhmachermeister über sechs Generationen bis zum Gründungsdatum, den 19 Mai 1846, zurückverfolgen. Die reine Familiengeschichte der Seghorns konnten wir sogar bis ins Jahr 1366 zurückverfolgen. Vermutlich gaben sie damals dem Ort Seghorn, wo sie sesshaft waren, den Namen. Der erste ,,Seghorner" in Bockhorn war Anton Gerhard Seghorn, dessen Sohn Anton machte sich dann in Bockhorn als Schuhmachermeister selbständig."

fisch-im-schuh: "Wie groß ist Ihr Betrieb heute?"

Lars Seghorn: "Wir haben inzwischen sieben Mitarbeiter, die ganze Familie ist involviert."

fisch-im-schuh: "Und das geht gut?."

Lars Seghorn: "In unserer Familie läuft alles absolut reibungslos. Sie sehen ja – ich habe heute Ausgang (lacht)."

fisch-im-schuh: "Aktiv statt passiv " lautet der Slogan Ihres Sensomotorik Zentrums. Der Slogan ist bei Ihnen Programm, wie uns zu Ohren gekommen ist. Wie aber kamen Sie zur Sensomotorik?"

Lars Seghorn: "Wir waren mit die ersten, die im Hause Springer das Thema aufgenommen haben. Ich fand die Thematik von Beginn an faszinierend und wir haben uns in zahlreichen Seminaren durch das breite Spektrum der Laufanalyse gekämpft und uns Stück für Stück reingefuchst. 2002 haben wir losgelegt. Aller Anfang ist natürlich schwer, aber die Investition hat sich durch und durch gelohnt."

fisch-im-schuh: "Wie wurden Sie mit der Sensomotorik erfolgreich?"

Lars Seghorn: "Wir wurden immer häufiger auf das Thema angesprochen. Natürlich haben wir zu Beginn im Großen und Ganzen Schmerzpatienten versorgt – schmerzübergreifend sozusagen. Darunter viele Kinder. Wir sind aber immer in Sachen Sport aktiv gewesen. So haben wir beispielsweise die Handballer des HSG Neuenburg/Bockhorn ausgestattet. Sportler sprachen uns immer häufiger an, ob wir über die Sensomotorik ihre Power verbessern könnten. Beim Gorch Fock Marathon in Wilhelmshaven wurden wir dann regelrecht überrannt. Dabei haben wir vor Ort lediglich gezeigt, was möglich ist."

fisch-im-schuh: "Sie haben also im wahrsten Sinne des Wortes eine Welle losgetreten."

Lars Seghorn: "Darf man sagen. Wir können bis heute mit Stolz sagen, dass wir ohne Werbung auskommen. Es spricht sich einfach rum. Damit habe ich anfangs nicht gerechnet."

fisch-im-schuh: "Was würden Sie Kollegen raten, die sich Gedanken über einen Einstieg machen?"

Lars Seghorn: "Erst einmal beim Kollegen schauen, wie es läuft und dann Stück für Stück das Geschäft aufbauen. Man braucht Geduld."

fisch-im-schuh: "Was sind im Arbeitsalltag die schönsten Momente?"

Lars Seghorn: "Wenn man den Patienten oder Kunden von der Wirkungsweise überzeugen kann. Damit wäre ich auch schon bei der Anekdote, die Sie immer dem Partner des Monats abfordern. Wir versorgen seit geraumer Zeit die Niedersachsenmeisterin im 10 km Lauf, Jana Wemken und sind schwer begeistert von ihrer Entwicklung. Sie war kein wirklicher Schmerzpatient, hatte aber einen Knick-Senk-Spreizfuß und durchlief damit sozusagen die komplette Sensomotorik. Wir konnten ihr mit den fischEinlagen helfen, ihre Leistung zu verbessern."

fisch-im-schuh: "Wollen Sie sich mit dem Schuhhaus auch noch verbessern?"

Lars Seghorn: "Na klar. Wir lassen gerade eine Mitarbeiterin in Berlin zur Sensomotorik-Therapeutin ausbilden und werden demnächst auch weitere Räume in Angriff nehmen."

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