Die sensomotorische Sporteinlage.

Sanitätshaus Rainer Drucklieb GmbH

Interview mit Gunnar Drucklieb

fisch-im-Schuh: "Herr Drucklieb, auf Ihrer Website liest man direkt auf der Startseite „Ihr freundliches Sanitätshaus“. Offenbaren Ihre Mitarbeiter Kunden gegenüber ein besonders freundliches Lächeln oder wie kam es zu diesem Statement?"

Gunnar Drucklieb: "Wir wollten uns einfach von der Konkurrenz unterscheiden. Bei den Großen im Umfeld ist Freundlichkeit oft nicht an der Tagesordnung. Man hat dort häufig schnell das Gefühl, man müsse eine Nummer ziehen. Wir wollen stets die Menschlichkeit in den Mittelpunkt rücken, Identifikation schaffen und uns somit abheben."

fisch-im-Schuh: "Seit wann existiert Ihr Betrieb und wie viele Mitarbeiter haben Sie aktuell?"

Gunnar Drucklieb: "Uns gibt es seit 1914. Wir planen also bereits die 100 Jahrfeier (freudige Zustimmung im Hintergrund). Hier wird schon gejubelt (lacht). Unsere Firma hat jetzt zehn Mitarbeiter. Mein Ur-Großvater eröffnete damals in der kleinen Johannesstraße am Hamburger Rathaus ein Fahrradgeschäft. Das ist so lange her, mir ist glatt sein Name entfallen oder Moment mal – August Drucklieb war sein Name. Er arbeitete nebenbei chirurgische Instrumente auf, was wir natürlich heute nicht mehr machen. Dieser Standort wurde im Krieg vernichtet, und so entstand ein neues Geschäft in Hamburg-Wandsbek. Dort wurden in das Sortiment auch Bandagen und orthopädische Hilfsmittel aufgenommen. Mein Großvater machte eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker-Meister und musste durch den frühen Tod seines Vaters sehr bald in den Betrieb einsteigen, der dann eine orthopädische Werkstatt aufmachte. Artur Drucklieb eröffnete dann bald eine Filiale in Hamburg-Rahlstedt. Auch er starb viel zu früh, und so übernahmen die beiden Söhne, mein Vater und mein Onkel die Firma. Wie es sich manchmal so entwickelt, war man in der Firmenführung sehr unterschiedlicher Ansicht, trennte sich daraufhin, und mein Vater startete neu quasi bei null mit nur zwei Mitarbeitern. So gab es plötzlich zwei Häuser Drucklieb, in der ersten Zeit direkt nebeneinander, Wand an Wand, was meine Eltern aber nach einigen Jahren Gott sei Dank ändern konnten, indem sie mit ihrem Geschäft mehr in den Ortskern von Rahlstedt umziehen konnten. Diese Firma hat sich als die Erfolgreichere bewiesen. Mein Onkel musste seine Firma nach ca. 10 Jahren schließen und ist leider auch schon verstorben. Und das muss ich unbedingt noch hinzufügen: Immer standen und stehen unsere Frauen beruflich an unserer Seite mit allen Konsequenzen. Meine Mutter hat, um in der Firma mitzuarbeiten, ihren Beruf als Goldschmiedin aufgegeben, meine Frau den als examinierte Erzieherin und stellvertr. Leitung. Das ist eben auch die Stärke unseres Familienbetriebes."

fisch-im-Schuh: "Sie betreiben inzwischen auch ein Geschäft für Miederwaren. Wollen Sie Männlein und Weiblein strikt voneinander trennen? Wie kam es dazu?"

Gunnar Drucklieb: "Nein wollen wir nicht, auch wenn in besagtem Geschäft nur Frauen arbeiten. Es passt aber nicht, dass Männer Dessous und Wäsche verkaufen. Früher waren die Kunden es gewohnt, bei Bedarf von Miederwaren das örtliche Bandagen-Geschäft aufzusuchen. Oft geschah das auch im Zusammenhang mit einer Brustprothesen-Versorgung. Das wollen die Kunden heute natürlich nicht mehr, die jüngeren schon gar nicht. Im Einkaufzentrum haben wir nun eine wunderschöne Lingerie, wo man unter anderem auch ein Brustprothesen-Kompetenzzentrum in völlig normaler Umgebung eines fachlich versierten Dessous-Geschäftes vorfindet –eine gesellschaftliche Inklusion sozusagen. Mal ehrlich, es kann doch nicht sein, dass man als Patientin mit Rezept für eine Brustprothese und Bedarf eines passenden BHs behandelt wird, als bestelle man eine simple Ware am Verkaufstresen. Zu diesem Bereich gehört vor allem ganz viel Einfühlungsvermögen." Lingerie Melanie

fisch-im-Schuh: "Und wie kamen Sie letztlich mit fisch-im-Schuh in Kontakt?"

Gunnar Drucklieb: "Das ist wirklich eine lustige Geschichte. Wir hatten uns gerade eine EASYCAD ähnliche Soft- und Hardware zugelegt, da stand plötzlich der Springer-Vertreter auf der Schwelle. Wir dachten nur: „Oh nein, nicht schon wieder so ein Vertreter. Kein Bock drauf“. Doch wo er schon mal da war, dachten wir uns: „Hören wir uns doch einfach mal an, was er zu sagen hat – hinauskomplimentieren können wir ihn auch noch später“ (lach). Angehört, Marktlücke entdeckt und beschlossen, dass dieses Produkt unser Konzept toppt bzw. vervollständigt. Dabei waren wir schon der Meinung, wir hätten die modernste Einlage Hamburgs. Mein Vater besuchte dann eine Schulung und kam mit großer Motivation zurück. „Es sei revolutionär gewesen“! Wie so oft, hat dann das Thema bei uns - Stück für Stück und mit viel Arbeit verbunden seinen Weg genommen. Uns war in diesem Fall natürlich klar – wir wollen und müssen vor allem verkaufen, nicht nur versorgen! Dafür muss man eben etwas tun. Unser Vorteil war und ist es, dass wir kleiner sind als mancher Konkurrent. Wir sind quasi der Größte der Kleinen oder der Kleinste der Großen. So soll es auch bleiben. Wir haben keine Ambitionen, weitere Filialen zu eröffnen. Vielmehr wollen wir in der Qualität wachsen. Darin können wir uns profilieren, weil wir uns einfach die Zeit dafür und für den Kunden nehmen. Ideal für das Thema fisch!"

fisch-im-Schuh: "Wie waren die ersten Schritte mit fisch?"

Gunnar Drucklieb: "Sehr experimentell (lacht). Die Theorie hat man schnell drin. Dann muss man schauen, wie es funktioniert. Anfangs hatten wir viele Halbprofis aus dem Bereich der Marathonlaufszene. Auch hier haben wir wieder langsam, Stück für Stück, Überzeugungsarbeit geleistet. PROPRIO brachte ja erfahrungsgemäß Erfolge in der Schmerzbehandlung. Bei fisch ging dies noch schneller. Bereits nach einer Woche kamen Feedbacks, wie „keine Probleme mehr mit dem Fersensporn“ oder ähnlich. So intensiv waren die Erfolge vorher nicht. Trotzdem muss man täglich um die Kunden kämpfen ."

fisch-im-Schuh: "Gibt es eine Anekdote aus dem Geschäftsalltag, die Sie nicht mehr loslässt und die Sie an dieser Stelle gern loswerden möchten?"

Gunnar Drucklieb: "Da fällt mir so einiges ein. Die Arbeit soll ja auch Spaß machen…wir hatten da mal einen Profisportler, Marathonläufer. Er sollte im Rahmen des Checks „ganz einfach und normal“ über die Druckplatte laufen. Es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, bis er mit meiner Hilfe – Arm in Arm – die Platte ordentlich traf. Und er hat einen speziellen Bewegungstrainers, der ja bekanntlich auch für die Optimierung der Bewegungsabläufe seines Schützlings zuständig ist. Eine wirklich urkomische Situation. Der gute Mann war völlig fertig mit der Welt. Ach ja, die Einlage hat ihm natürlich geholfen und er ist inzwischen wieder glücklich. Wenn der Kopf blockiert, kann es auch sehr schwer sein „einfach normal zu gehen“."

fisch-im-Schuh: "Was ist aus Ihrer Sicht im Hinblick auf den Verkauf von fisch-im-Schuh besonders wichtig?"

Gunnar Drucklieb: "Netzwerke und aktiv auf die Kunden zugehen. Ich bin Mitbegründer eines örtlichen Gesundheitsnetzwerks und Herausgeber einer Gesundheitszeitung. Nur wenn man sich mit anderen verbindet, sprich „empfohlen“ wird, und dann auch noch gezielt die gewünschten Kundengruppen anspricht, kann man Erfolg haben."

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