Die sensomotorische Sporteinlage.

Sanitätshaus Kienzle Bad Berleburg

Interview mit Hubert Kienzle und Bernhard Lüttecke

fisch-im-Schuh: "Herr Kienzle, wir haben bislang fast ausschließlich Familienbetriebe im Interview gehabt. Soviel kann ich unseren Lesern versprechen – heute gibt es zumindest dahingehend etwas Abwechslung. Was hat Sie in den 80ern dazu gebracht, das Handwerk zu erlernen?"

Hubert Kienzle: "Die Familie (lacht). Mein Vater war Bandagist und mein ältester Bruder Orthopädiemechaniker. Es gab also eine gewisse Vorbelastung. 1985 machte ich meinen Orthopädietechnikmeister und eröffnete 1987 das erste Geschäft in Bad Berleburg. "

fisch-im-Schuh: "Wie groß ist Ihr Betrieb?"

Hubert Kienzle: "Wir haben inzwischen 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Filiale in Bad Laasphe. Dieses Jahr feiern wir unser 25jähriges Jubiläum."

fisch-im-Schuh: "Besucht man Ihre Website, liest man zunächst viel von Ihrem Gesundheits-Konzept. Achtung, jetzt kommt ein Wortspiel – worauf "fußt" dieses?"

Hubert Kienzle: "Wir bieten als Sanitätshaus natürlich das klassische Gesamtsortiment an. Unser Schwerpunkt liegt ganz klar auf der technischen Orthopädie. Seit fünf Jahren sind wir allerdings auch verstärkt im Bereich der Fußorthopädie unterwegs. Wir versorgen unter anderem auch Kliniken der Region mit Orthesen sowie neurologisch-erkrankte Patienten. Insgesamt und in erster Linie sprechen wir also vom klassischen Schmerzpatienten."

fisch-im-Schuh: "Sport ist also Mord. Oder doch nicht? Wie passt der Sport in Ihr Konzept?"

Hubert Kienzle: "Nein. Der Sport passt sehr gut ins Konzept. Wir haben bislang vereinzelt Sportler versorgt, die mit entsprechenden Indikationen oder Problemen zu uns kamen. Insgesamt ist es in unserer Region aber sehr schwierig, an die Sportler heranzukommen. Wir planen demnächst eine Kooperation mit einem Fußballviertligisten. Dort spielen bereits drei Spieler, die wir erfolgreich versorgt haben und auch der Kontakt zum Teamarzt sowie zum Physiotherapeuten steht. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir in einer Wintersportregion leben und meine Söhne erfolgreich im Biathlon unterwegs waren. Auch hier haben wir vereinzelt gezielte Verbindung zum Biathlonzentrum."

fisch-im-Schuh: "Zwei Spezialisten haben Sie dafür ja mit Herrn Lüttecke und Herrn Weißleder im Haus. Wann kamen Sie mit fisch in Berührung?"

Hubert Kienzle: "Das stimmt. Wir haben fisch 2007 auf einer Messe kennengelernt. Springer stellte damals das Konzept vor und es hat mich überzeugt. Letztes Jahr haben wir uns dann ein 25m2 großes Studio für die Bewegungsanalyse in unserer ehemaligen Einlagenecke eingerichtet. Dieses betreibt Herr Lüttecke seit dem erfolgreich als Abteilungsleiter für Sensomotorik."

fisch-im-Schuh: "Herr Lüttecke, sie stehen mit fisch ja quasi erst am Anfang einer hoffentlich erfolgreichen Versorgungsgeschichte im Sportbereich. Gibt es schon vorzeigbare Erfolge in der Versorgung von Sportlern? "

Bernhard Lüttecke: "Einige. Wir haben beispielsweise mit Lena Lückel eine U18 Fußballnationalspielerin als klassische Schmerzpatientin versorgt, die anschließend bei der EM in der Schweiz den entscheidenden Elfmeter zum Gewinn der Europameisterschaft verwandelte. Ihr Vater erzählte uns letztens, dass die Einlagen absolut klasse sind und sie seit dem ersten Einsatz keinerlei Probleme mehr hat. Von diesen Erfolgsgeschichten wünschen wir uns mehr und wollen daher nun die Vereinsarbeit intensivieren."

Hubert Kienzle: "Mir fällt da auch noch eine kuriose Anekdote ein. Ein 75 jähriger Patient wird von uns seit Jahren versorgt. Er lief quasi schon sein ganzes Leben lang Distanzen bis 20 km. Mit dem Alter bekam er zunehmend mehr Beschwerden beim Laufen, gerade bergauf. Wir wechselten mit ihm zu fisch und innerhalb von nur vier Monaten hatte der Mann Marathonniveau. Er qualifizierte sich für den Senioren-Marathon in den USA und wurde dort Dritter. Doch damit nicht genug. Er läuft inzwischen wieder problemlos bergauf und seine Frau wird schon ganz wahnsinnig, weil er vor kurzem in Nepal einen 6000er bestieg."

fisch-im-Schuh: "Da fällt mir spontan und zum Abschluss nur noch das Zitat unseres fisch-Erfinders, Stefan Woltring ein: fisch vollbringt keine Wunder, ist aber nah dran"

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