Die sensomotorische Sporteinlage.

Sanitätshaus Friedhoff Korbach

Interview mit Dieter Arend und David Twardzik

Wussten Sie, dass Korbach die einzige Hansestadt in Hessen ist? Früher waren dies Städte, die sich dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund der Hanse angeschlossen hatten. Heute führen einige Städte auf Grundlage der „Neue Hanse“ von 1980, als größte internationale Städtepartnerschaft gegründet, wieder den Beinamen Hansestadt, um hansische Traditionen wiederzubeleben; so auch Korbach, das auf eine über 1.000-jährige Geschichte zurückblicken kann. Mit seinen rund 23.000 Einwohnern verfügt das Hansestädtchen unter anderem über eine schöne Altstadt mit kleinen verwinkelten Gassen und liebevoll sanierten Fachwerkbauten. Drumherum lädt zum Beispiel der für seinen Reichtum an goldhaltigen Erzen bekannte Eisenberg (562 m) zur Entdeckungstour. Bereits im Mittelalter wurde hier Gold abgebaut. Der Bergbau wurde jedoch während des Dreißigjährigen Kriegs eingestellt und bis heute nicht wieder aufgenommen, nicht zuletzt aus Umweltschutz-Gründen. Es werden noch etwa 10 Tonnen Gold im Berg vermutet und die nahe dem Berg entspringenden Bäche tragen stark zur Goldhaltigkeit bei. Seit 1999 wird in Anlehnung an das Thema offiziell und einmal im Jahr die Korbacher Goldmarie gewählt. Sie steht als Gesicht oder auch Repräsentantin für all die positiven Details, die Korbach als sympathische, liebenswerte Stadt ausmachen. Wer sich dann im Goldrausch den Fuß vertreten hat, findet im Sanitätshaus Friedhoff schnelle Hilfe. Das Sanitätshaus Friedhoff besteht seit über 65 Jahren und ist interessanter Weise aus der Kriegsopferversorgung der beiden Weltkriege hervorgegangen. Das klingt alles nach viel Geschichte und eher weniger nach Sport. Daher haben wir mal bei Dieter Arend und David Twardzik, zwei der drei Geschäftsführer, nachgehakt, um herauszufinden, warum fisch – Fitness im Schuh trotzdem gut nach Korbach passt und ob sich hinter der Fassade des vermeintlich verschlafenen Hansestädtchen noch mehr spannende Geschichten verbergen.

fisch-im-Schuh: "Der `Starfighter´…"

Dieter Arendt: „…ist ein Kampflugzeug der deutschen Luftwaffe, das 1961 am Stadtrand, unweit der Bahnstrecke Korbach–Berndorf abstürzte. Das war auch der erste Absturz einer F-104 der Bundeswehr. Dabei kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden. Pilot und Co-Pilot konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Demnach kam es auch zu keiner Versorgung in unserem Hause.“

fisch-im-Schuh: "Das Sanitätshaus Friedhoff…"

David Twardzik: „…besteht seit über 70 Jahren. Wie eingangs erwähnt, ist es aus der Kriegsopferversorgung der beiden Weltkriege hervorgegangen und hat sich zum modernen Sanitätshaus gemausert. Dazu gehört natürlich nach wie vor auch die Prothetik, wie aber auch das Thema Laufanalyse. Wir haben inzwischen auch eine Physiotherapeutin sowie einen Ergotherapeuten eingestellt, die einen anderen Ansatz als der klassische Orthopädietechniker haben. Die beiden sagen, worauf es ankommt. Wir haben uns also stetig weiterentwickelt, natürlich auch im Bereich der Sensomotorik. In Summe sind wir der kompetente Partner für Gesundheit in der Region.“

fisch-im-Schuh: "Unser Haus lässt sich messen…"

Dieter Arendt: „…am Wohlergehen unserer Kunden und am vertrauensvollen Miteinander. Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit sind für uns somit untrennbar miteinander verbunden. Dafür haben wir auch eigens ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt. Bekanntlich sind wir weit weg vom Schuss. Umso stolzer sind wir darauf, dass wir das gleiche Know How bieten können wie ein vergleichbarer Betrieb in einer Großstadt wie Hamburg oder Berlin. Wir nutzen neueste Technologien. Um beim Beispiel der Prothetik zu bleiben – wir haben erst kürzlich eine weltweit einzigartige Versorgung eines beidseitig schulterexamputierten Patienten durchgeführt. Dieser kann nun über insgesamt zwölf Funktionen zum Beispiel seine Arme beugen, Hände drehen, öffnen und schließen. Wir sind als wirklich am Puls der Zeit. Dazu gehört es letztlich auch, Mitarbeiter kontinuierlich in allen Abteilungen zu schulen.“

fisch-im-Schuh: "Korbach bedeutet für uns…"

David Twardzik: „…ein Stück Heimat, auch wenn wir hier nicht geboren sind. Wir leben hier bereits seit einigen Jahrzehnten und es ist inzwischen mehr als Wahlheimat geworden. Man hat hier Berge und Seen, egal in welche Himmelsrichtung man blickt. Der Edersee, ein Stausee in der Region, wurde gerade zum beliebtesten See bundesweit gewählt. Vorbeischauen lohnt also. Hier finden auch viele schöne Laufveranstaltungen statt.“

fisch-im-Schuh: "Der Sport spielt bei uns…"

Dieter Arendt: „…eine große Rolle, man glaubt es kaum. Aber das hat einen einfachen Grund. Rundherum gibt es viele Dörfer mit 200-1.000 Einwohnern. Da ist das kulturelle Angebot begrenzt. Man ist viel in den örtlichen Sportvereinen aktiv. Fußball und Handball spielen hier eine große Rolle, auch bei unseren Mitarbeitern. Darüber hinaus befindet sich um die Ecke, nahe unserer Filiale in Willingen, die Mühlenkopfschanze, wo seit 1995 jährlich das Weltcup-Skispringen des Internationalen Skiverbandes FIS stattfindet. Direkt daneben findet das Bike Festival Willingen statt, Treffpunkt der deutschen Mountainbike-Szene, mit einer brutalen Strecke, die uns viele Patienten beschert.“

fisch-im-Schuh: "fisch – Fitness im Schuh…"

David Twardzik: „…spielt noch nicht die große Rolle, da uns bislang die Manpower fehlte. Wie angeklungen, haben wir uns jedoch Verstärkung geholt und sind dabei, das Thema auszubauen. Das ist gerade aufgrund des großen breitensportlichen Angebots sehr wichtig.“

fisch-im-Schuh: "Die Goldmarie…"

Dieter Arendt: „…wird jedes Jahr in Korbach gewählt…von uns (Gelächter).“

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