Die sensomotorische Sporteinlage.

Jacob Böhme Orthopädie-Schuhmacher Berlin

Interview mit Jaqueline Schneider-Poock

In der Firmengeschichte der Jacob Böhme Orthopädie-Schuhmacher GmbH sucht man vergeblich nach einem Herrn gleichen Namens. Irgendwie mystisch. Doch so geheimnisvoll, wie es scheint, ist es gar nicht. Die 1958 in der DDR gegründete Produktionsgenossenschaft des Orthopädie-Schuhmacher-Handwerks firmierte in Berlin nämlich von Beginn an unter dem Namen Jacob Böhme – in Anlehnung an den im 16. Jahrhundert wirkenden Schuhmacher und Philosophen Jakob Böhme. Der hatte allerdings zu Beginn des Jahrhunderts vier mystische Erfahrungen, die er niederschrieb, was ihm wiederum eine Inhaftierung sowie eine Schreibverbot einbrachte. Dafür galt er fortan auch als Mystiker seiner Zeit und gleichzeitig als der erste deutsche Philosoph. Böhme starb 1624 in Görlitz.
Die Jacob Böhme Orthopädie-Schuhmacher GmbH ist dafür umso lebendiger. Heute unterhält die Firma acht Orthopädie- und Schuh-Fachgeschäfte mit Reparaturwerkstatt, ein Orthopädie-Laufanalysestudio und eine zentrale Werkstatt für Maßschuh- und Spezialschuh-Anfertigungen in Berlin und Brandenburg.


fisch-im-Schuh: "Berlin ist…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…meine Stadt, in der ich geboren bin und die für mich tollste Heimatstadt. Es gibt Plätze mit pulsierenden Leben, aber auch viele Parks oder Seen, an denen man Ruhe finden kann. Es ist eine Stadt, die in kürzester Zeit ihre moderne Seite ausbaut und dennoch ihren alten Charme in vielen Stadtteilen erhalten kann. Nein, mystisch ist Berlin nicht, aber du fragst: Fahrradstadt Nr. 1? Nun ja, wir wollen Münster Platz 1 nicht absprechen, aber in Berlin wird viel für die Radfahrer getan (jetzt kommt von vielen Berliner Radfahrern ein lautstarkes Veto, dennoch werden sehr gute Radwege, auch in der City, angelegt).“

fisch-im-Schuh: "Radfahren bedeutet für mich…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…in der Stadt Berlin immer eine Herausforderung. Trotzdem eine sehr gute Möglichkeit, von einem Stadtteil zum anderen zu kommen. Ich wohne im Süden Berlins. In sehr kurzer Zeit ist man für Tagestouren im tollen grünen Gürtel von Berlin. In jeder Urlaubsplanung wird das Fahrrad eingebunden und europaweite Zielorte radeln wir ab.“

fisch-im-Schuh: "Jacob Böhme…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…ist natürlich der Namensgeber unserer Firma, für mich seit 1984 meine Arbeitsstätte. Nach Ausbildungs- und Gesellinnenjahren gab man mir die Möglichkeit zur Meisterausbildung und seit 1997 bin ich als Meisterin tätig. In meinem Leben also eine sehr beständige Größe und Verbundenheit.“

fisch-im-Schuh:
"Die Haltungs- und Bewegungsanalyse…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…gestaltet sich seit vielen Jahren als ein zusätzliches spannendes Aufgabengebiet für mich. Durch den Einsatz von moderner Technik, um mehr von der Dynamik des Menschen bildlich darzustellen, zeigen sich neue Möglichkeiten für noch bessere Beratung und Versorgung unserer Kunden.“

fisch-im-Schuh:
"Sensomotorik…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…macht Spaß, zeigt zeitnahe Erfolge. Meine Kunden bitte ich immer nach 2- 3 Wochen zur Nachkontrolle. In der vergangenen Woche begann ein Kunde das Gespräch mit: "…sie sind weg." Mmh…was ist weg? "Die Rückenschmerzen.". Wir haben beide laut gelacht und auf den Punkt gebracht: Dieses Konzept wirkt und bringt wieder Lebensqualität.“

fisch-im-Schuh: "fisch – Fitness im Schuh…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…ehrlich? Mit leichten Anlaufschwierigkeiten ist es nun ein Teil unseres Produktportfolios mit guten Erfolgen. Wir können bisweilen nicht dieselben Paarzahlen aufweisen wie die anderen Fischpartner bundesweit. Aber nach einem Marathonwochenende freut man sich sehr über Dankeschön- Anrufe, weil Läufer ihre Zeit verbessert oder ihren Lauf optimiert haben.“

fisch-im-Schuh: "Unsere Kunden…"

Jaqueline Schneider-Poock: „…sind eine bunte Mischung von Volksläufern, die im Park laufen; leistungsorientierten Läufern, die regelmäßig an großen Laufevents teilnehmen; aber auch von Berlinern, die sich in Mannschaftsportarten, Fitnessstudios oder beim Wandern fit halten. Der Berliner Sportler hat zwar sehr hohe Erwartung in unsere Fachkompetenz, hat sich vorher aber häufig schon sehr gut über Lauftechniken und läufertypische Beschwerden durch Laufgruppen oder über das Internet informiert.“

fisch-im-Schuh: "Union-Berlin…"

Jaqueline Schneider-Poock: „Berlin spielt heute in fast allen Mannschaftssportarten in der Spitzengruppe mit. Ob es die Füchse, Alba, die Volleys, die Eisbären, ob es Damen oder Herren sind, Senioren oder Junioren. Auch Union-Berlin hat sich über die Jahre einen tollen Platz in der Fußball-Liga erarbeitet. August 2015 haben wir Berliner fischPartner zusammen ein Mädchenfußballturnier organisiert. Mit Freude konnte man technikversierte Mädels auf dem Feld sehen; das Team Union-Berlin wurde Turniersieger. Ein tolles Beispiel für eine sehr gute Jugendarbeit.“

fisch-im-Schuh: "Mit Tradition und Fortschritt die Zukunft meistern…"

Jaqueline Schneider-Poock: „… bedeutet einerseits: unsere Firma gibt es seit 1958. Das alleine spricht schon für Tradition und Beständigkeit. Wir waren in den vergangenen Jahren unseren Kunden und Geschäftspartnern immer wieder mit sehr guten handwerklichen Produkten und Dienstleistungen ein verlässlicher Partner. Andererseits müssen wir dem Fortschritt aber einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Bewegungsanalysen, Sensomotorik mit allen Versorgungsmöglichkeiten, aber auch die Schaftkonstruktion am PC für orthopädische Maßschuhe sind Möglichkeiten, „Jacob Böhme“ attraktiv und innovativ für die Zukunft aufzustellen.“

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