Die sensomotorische Einlage

Fußwurzelarthrose

Der Fuß wird grob in die Fußwurzel, den Mittelfuß und den Zehen eingeteilt. Das Sprungbein der Fußwurzel ist über das obere Sprunggelenk mit den beiden Unterschenkelknochen (Schienen- und Wadenbein) verbunden.
Die Gelenke zwischen den Knochen der Fußwurzel und die Fußwurzel-Mittelfußgelenke sind als straffe Gelenke (Amphiarthrosen) so gebaut, dass nur ein federndes Wackeln möglich ist. Dagegen können die Grund-, Mittel- und Endgelenke der Zehen gebeugt und gestreckt werden.

Besonders die Gelenke zwischen den Mittelfußknochen und der Fußwurzel können im Laufe des Lebens überlastet werden, so dass sich Verschleißerscheinungen entwickeln, meist ist das Listfranc Gelenk am häufigsten betroffen. Die betroffenen Patienten klagen über Schmerzen, die vor allem durch das Abrollen des Fußes hervorgerufen werden und insbesondere im Bereich des Fußrückens auftreten.

Diagnose

Die Untersuchung der Füße des barfuß stehenden Patienten ergibt in der Regel keinen pathologischen Befund. Durch die Ausbildung von Osteopythen (Knochenneubildungen ) sind in einigen Fällen Schwellungen im Bereich des Fußrückens zu sehen.

  • Palpation
    Bei der Palpation (Tastuntersuchung) werden Schmerzen über den Gelenkspalten der betroffenen Gelenke angegeben. Die Funktionsüberprüfung ergibt nur selten einen pathologischen Befund, da die Beweglichkeit der Gelenke im Fußwurzelbereich ohnehin nicht sonderlich groß ist. Jedoch führt die Bewegung des Fußes zu Schmerzen.
  • Röntgenaufnahmen
    Auf Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen zeigen sich die typischen Zeichen der Arthrose: Gelenk-Spalt verengung sowie Knöcherne Randanbauten.
  • Computertomografie
    Um die betroffenen Gelenke genau abgrenzen zu können, sollte zusätzlich eine Computertomografie durchgeführt werden.

Neben Schmerzen und Bewegungseinschränkung der Fußwurzelgelenke können Beschwerden durch Knochenwachstum im Gelenkbereich auftreten(Exostosen). Exostosen sind Knochenauswüchse, die sich auf der Knochenoberfläche entwickeln. Hauptursachen für Exostosen sind Fehlbelastungen bzw. hoher Druck, der zu einer kontinuierlichen Reizung führt.

Der Körper reagiert mit einer Entzündung an dieser Stelle, die zu einer Knochenneubildung führt. Bei fortschreitender Krankheit tritt als Folge eine Fehlstellung und schwere Funktionsstörung der Fußwurzel auf. Oft tritt eine Fußwurzelarthrose nach einer unfallbedingten Luxation ( Gelenkverletzung, die durch übermäßigen, passiven, unkontrollierten Gewalteinfluss entsteht. )der Fußwurzelgelenke, die nicht konsequent behandlet wurde auf.Neben einer medikamentösen Therapie und dem Tragen von orthpädischen Schuhen (Rollen/Abwicklungshilfen) um Einfluß auf die Schrittabwicklung auszuüben, kommt je nach Beschwerden auch eine operative Therapie in Frage. Dabei werden die Gelenke von Knochenanbauten befreit .

Auch eine operative Versteifung im Bereich der Fußwurzel kommt in Betracht, die in der Regel nur unwesentliche Funktionseinschränkungen mit sich bringt, da auch beim Gesunden Fuß die Bewegungmöglichkeiten der Fußwurzel nur minimal sind. Auch eine Therapie mit senomotorischen Fußbettungen unterstützt die Muskulatur, die für die ursprüngliche Gelenkstellung der Fußwurzelknochen zueinander zuständig ist. Die Stärke des Knorpelabriebes steht nicht in direktem Zusammenhang mit den Beschwerden eines Patienten. Das bedeutet, ein Patient mit relativ geringem Knorpelabrieb kann unter deutlich stärkeren Schmerzen leiden, als ein Patient mit deutlich weiter fortgeschrittener Arthrose. Der Knorpelabrieb selbst verursacht keine Schmerzen , sondern die durch die Knorpelpartikel ausgelöste Schleimhautentzündung (Synovialitis / Synovitis) des Gelenkes. Darüberhinaus tritt auch noch eine Überwärmung des Gelenkes und die innergelenkliche (intraartikuläre) Wasserbildung auf.

Ursachen für Arthrose

Die Arthrose entwickelt sich aus einem Ungleichgewicht zwischen der Belastungsfähigkeit eines Gelenkes und der tatsächlichen Belastung. Der Gelenkknorpel hat keine Blutgefäße. Dies bedeutet, dass er von der Gelenkflüssigkeit und den Gefäßen des Knochens ernährt wird. Dadurch erklärt sich auch die schlechte Heilungspotenz des Gelenkknorpels. Die Faserstruktur des Knorpels ist so aufgebaut, dass Belastungen sich gleichmäßig über den Knorpel verteilen. Eine gesunde Belastung ist für die Ernährung des Knorpels sogar notwendig, da durch Be- und Entlastung der Knorpel ähnlich einem Schwamm ausgepresst wird und dadurch die Ernährung über die Gelenkflüssigkeit verbessert wird.

Die Arthrose kommt dadurch zustande, dass in diesem Gelenk die Hauptlast beim Abrollen vom Rückfuß zum Vorfuß verläuft und in den Fällen, in denen die Steigbügelfunktion der vorderen Schienbeinmuskulatur das Fußlängsgewölbe nicht halten kann und durch Einsinken des Fußlängsgewölbes vermehrter Druck und vermehrter Verschleiß auf das Gelenk entsteht, der zur Arthrose diese Gelenkes führt.